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Schreibweise: Hildegrim oder Hiltegrin
Zugehörigkeit: Helm

Hildegrim, in früheren Werken auch als Hiltegrin bezeichnet, ist der glänzende Helm des Dietrich von Bern, oder ein leuchtendes Juwel (Karfunkelstein) auf diesem. Der Held hat Hildegrim vom Riesen Grim und dessen Frau Hilde erbeutet, ebenso wie das Schwert Nagelring.

Hildegrim und Nagelring sind beide vom legendären Zwergenschmied Alberich erschaffen worden. Entgegen der Abnutzungeserscheinungen anderer Helme widersetzt sich Hildegrim dem Verfall und strahlt mit jeder vollbrachten Heldentat ein wenig mehr.

Als Dietrich dem Riesen Ecke im Wald begegnet, beginnt Hildegrim, angezogen von seinem Gegenstück in der ebenfalls magischen Rüstung des riesenhaften Recken, zu leuchten. Dietrich bemerkt den Glanz und beginnt ein Gespräch mit seinem Helm zu führen und diesen für seine Schönheit und meisterhafte Verarbeitung, ähnlich einem Minnegespräch, zu loben [Selmayr, Pia: "Die Rüstung des Helden"; in Dietl, Schanze, Wolfzettel: "Gattungsinterferenzen: Der Artusroman im Dialog"].

Hildegrim wird in vielen deutschen Heldenepen erwähnt, unter anderem in Strophe 42 von Alpharts Tod, den Strophen 25, 47 und 63 im Lied vom Riesen Siegnot, in den Strophen 82, 126 und 200 des Eckenliedes und im Laurin.

SonstigesBearbeiten

Das mittelhochdeutsche Wort "Hiltegrin" (zusammengesetzt aus "hiltja": "Kampf" und "grin": "Ruf" oder "Gewier") bedeutet so viel wie "Schlachtruf" und wird in späteren Werken zur Zusammenlegung der Namen seiner vorigen Besitzer umgedeutet.

Der Hildegrim ist vermutlich eine Variante des Oegishjalmr.

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