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Weitere Namen: Gunnar
Vater: Gunnar: Gjuki
Mutter: Guther: Ute
Gunnar: Grimhild
Ehemann/frau: Brünhild
Geschwister: Gunther: Kriemhild, Gernot, Geiselher
Gunnar: Gudrun, Högni, Gutthorm
Kinder: Siegfried

GuntherBearbeiten

Er ist im Nibelungenlied der König der Burgunder. Mit ihm burgundische Könige sind Giselher und Gernot, ihre gemeinsame Schwester ist Krimhild, ihre Mutter Ute.

Beschrieben wird Gunther als weißblonder Rittersmann, auf Waffen und Schild führte er den gekrönten Adler als Zeichen seiner Königswürde. Seine Frau wird Brunhilde, die mit Hilfe des Siegfried seine Gattin wird. Ihr gemeinsamer Sohn heißt deshalb Siegfried. Gunther stirbt am Hofe des Königs Etzel auf Veranlassung seiner Schwester Krimhild.

Gunther nennen im Nibelungenlied auch Siegfried und Krimhild ihren Sohn, der Kriemhild in Worms geboren wird.

GunnarBearbeiten

Gunnar, ein Protagonist mehrerer eddischer Lieder, ist ein Sohn der Grimhild und des Giuki, seine Geschwister sind Gudrun und Högni, sein Stiefbruder ist Gutthorm. Im deutschen Sprachraum, z.B. im Nibelungenlied, heißt die Figur Gunther, sein historisches Vorbild ist Gundahar.

Geliebt wurde er von Oddrun, einer Schwester Atlis. Er heiratete jedoch Brynhild, die er mit Sigurds Hilfe gewann.

Letztlich führte dies zu Sigurds Tod, woraufhin sich auch Brynhild das Leben nahm (Sigurdharkvidha Fafnisbana thridhja) Nach ihrem Tod heiratet Gunnar Glaumwör.

Im Alten Atlilied wird erzählt, wie die Giukungen einer verräterischen Einladung Atlis an dessen Hof folgten. Hier verlangte Atli die Herausgabe von Sigurds Hort (Goldschatz), aber die Gäste verweigerten dies, woraufhin es zu einem erbitterten Kampf kam, in dem alle Giukungen, bis auf Gunnar, den Tod fanden. Nachdem er sich immer noch weigerte, dass Versteck des Schatzes, den er zusammen mit Högni im Rhein versenkt hatte, preiszugeben, wurde er in einen Turm voller Nattern gesteckt, wo er sein Leben aushauchte.

Historisches VorbildBearbeiten

Gundahar (lateinisch Gundaharius, griechisch Gyntiarios; auch überliefert als Gundohar, Gundihar, Gundichar, Gunthahar und Guntiar; † 436) war König der Burgunden im frühen 5. Jahrhundert.

Die Burgunden hatten gemeinsam mit anderen Stämmen 406 die Schwäche des Römischen Reiches genutzt, um bei Mogontiacum (Mainz) den Rhein zu überschreiten, und waren in Gallien eingefallen (siehe Völkerwanderung). Vermutlich wurden sie bereits zu diesem Zeitpunkt von Gundahar angeführt.

Nach den Angaben des Geschichtsschreibers Olympiodoros von Theben, dessen bedeutendes Geschichtswerk ausführlich auf die Ereignisse im Westen einging, uns aber nur in Fragmenten erhalten ist, war Gundahar 411 zusammen mit dem Alanenführer Goar an der Erhebung des Gallorömers Jovinus zum Gegenkaiser beteiligt. Eine Bemerkung des Geschichtsschreibers Renatus Profuturus Frigeridus, die im Werk des Gregor von Tours erhalten ist, legt nahe, dass die Burgunden Jovinus auch nach Südgallien begleitet haben. Nachdem Jovinus aber 413 von loyalen Truppen des Kaisers Honorius besiegt worden war, siedelten sich die Burgunden am Rhein an. Gundahar bezog seine Residenz vermutlich am Mittelrhein im Raum von Worms.

Unter Gundahar fand wohl eine gewisse Stärkung der Königsgewalt statt. Als jedoch die Burgunden aufgrund hunnischen Drucks versuchten auszuweichen und ihr Reich nach Westen auszudehnen, stieß dies auf den Widerstand der Römer unter dem Heermeister Flavius Aëtius. 436 wurde das Burgunderreich von Worms von den hunnischen Hilfstruppen des Aetius angegriffen und zerstört. Gundahar fiel, die Reste seines Volkes wurden von den Römern an der oberen Rhône neu angesiedelt.

Die Ereignisse um die Zerschlagung des ersten Burgunderreiches und den Tod Gundahars können als der historische Kern der Nibelungensage angesehen werden.

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