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Schreibweise: Gleibni
Übersetzung: die Offene


Gleipnir ist die Fessel, mit der der Fenriswolf bis zu Ragnarök angekettet wurde.

BeschreibungBearbeiten

Gleipnir ist fadendünn, dennoch kann niemand sie zerreißen. Sie wurde von den Dvergr angefertigt, aus dem Geräusch einer Katze, dem Bart einer Frau, den Wurzeln der Berge, dem Atem eines Fisches und der Spucke eines Vogels.

SageBearbeiten

Die Zeichen mehrten sich, dass der Fenriswolf bei Ragnarök eine böse Rolle spielen würde, also beschlossen die Asen, ihn zu fesseln. Doch damit er ihr Vorhaben nicht durchschaute, griffen sie zu einer List.

Um herauszufinden, wie stark der Wolf wirklich war, boten sie ihm die Fessel Läding an und Fenrir ließ sich fesseln, zerriss die Kette aber mühelos. Auch der zweite Versuch mit der doppelt so starken Kette Droma schlug fehl.

Schließlich holten sie von den Dvergr die hauchfein gewirkte Schlinge Gleipnir und wollten sie Fenrir ebenfalls umlegen, doch diesmal war der Wolf misstrauisch. Er willigte nur ein, sich fesseln zu lassen, wenn ihm einer der Asen die Hand in den Rachen legte, zum Zeichen ihrer ehrlichen Absichten. Tyr erklärte sich als einziger dazu bereit.

Als der Wolf erkannte, dass er die Kette diesmal nicht zerreißen konnte, und dass sie sich bei seinen vergeblichen Versuchen nur immer enger um ihn zusammenzog, biss er dem Tyr die Hand ab, musste sich den Asen aber trotzdem geschlagen geben.

Die Götter banden den gefesselten Fenrir an die Steinplatte Gjöll, wo er bis Ragnarök gefangen blieb und sich dann befreite.

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