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Schreibweise: Gislher, Giselher
Weitere Namen: Gyntar
Vater: Dankrat
Mutter: Ute
Geschwister: Gunther, Gernot, Kriemhild


Er ist der jüngste der drei Brüder - die anderen sind Gunther und Gernot - die als Könige in Worms über Burgund herrschen. Ihre gemeinsame Schwester ist Kriemhild, ihre Mutter Ute, der Vater Dankrat.

NibelungensageBearbeiten

Im 3. Abenteuer des Nibelungenliedes, in dem Siegfried an den Hof nach Worms kommt, schlichtet Geiselher "das Kind" den aufkommenden Streit und lädt die Gäste auf die Burg ein. Später redet er Siegfried aus, von Worms abzureisen.

Am Tode Siegfrieds hatte Geiselher keinen Anteil, er war bei der verhängnisvollen Jagd nicht anwesend. Wohl aber wußte er von Hagens finsterem Plan. Er versucht, die unglückliche Kriemhild zu trösten, bei der Abreise Siegmunds gibt er dem trauernden Vater das Geleit.

Nachdem man die Hunnen niedergemacht hat, ist es Geiselher, der die Helden daran erinnert, erst die Toten aus Etzels Saal zu schaffen, ehe man sich zur Ruhe begibt. Am Ende tötet ihn Wolfhart.

ThidrekssagaBearbeiten

In der Thidrekssaga wird Gislhers Ende etwas anders beschrieben. Hier tötete der Niflunge Gislher mit dem Schwert Gram, das einst Sigfrid besessen hatte, den Markgraf Rodinger, einen Mann Attalas, und zwang so den Didrik zum Eingreifen in den Kampf. Gislher empfing von Hildebrand, gegen den er losstürmte, einen Streich, daß er niederstürzte. Als Didrik dann sah, wie die hassende Grimhild ihm, der noch lebte, und dem bereits toten Gernholt brennenden Brand in den Rachen stieß, erschlug er die Rasende.

Historisches VorbildBearbeiten

In der Lex Burgundionum werden die Könige Gundahar, Godomar und Giselher erwähnt. Sie herrschten Anfang des 5. Jahrhunderts im Burgundenreich am Rhein. 436 wurde das Reich durch hunnische Hilfstruppen zerstört und die übrigen Burgunden wurden im heutigen Burgund angesiedelt.

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