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Schreibweise: Frö, Fro, Freyer, Yngwi-Freyr
Übersetzung: Herr
Weitere Namen: Skirr
Übersetzung: der Glänzende
Zugehörigkeit: Asen, Wanen
Wohnsitz: Lichtelfenheim
Vater: Njörd
Mutter: Nerthus
Ehemann/frau: Freya; Gerd
Geschwister: Freya
Kinder: Fjölnir


Freyr ist der nordgermanische Gott der Fruchtbarkeit und Vegetation, der über Regen, Sonnenschein und das Wachstum der Erde herrscht.

BeschreibungBearbeiten

Freyr galt ursprünglich als der göttliche Stammvater der an der Ostsee wohnenden Germanen, der Ingwäonen. Dieser Hochgott der Wanen gilt als Ahnherr des schwedischen Königsgeschlechtes der Ynglinge.

Freyr ist Herrscher des Albenreich, seinem Zahngeschenk. Er ist Sohn des Njörd und der Nerthus. Mit ihm und seiner Schwester Freya ging Freyr nach Ende des Asen-Wanen-Krieges nach Asgard, so dass Snorri ihn zu den Asen zählte und ihn als deren trefflichsten bezeichnen lässt. Seine Gattin war seine Zwillingsschwester Freya, später wurde er der Mann der Riesin Gerd und mit ihr der Vater des Königs Fjölnir.

Seine Diener sind Beyla, Byggwir und Skirnir. Ihm gehören das Schiff Skidbladnir und der goldene Eber Gullinborsti, beides von den Dvergr Sindr und Brock geschaffene Gegenstände. Außerdem besaß er ein Schwert, das von selbst kämpfte, und ein Pferd; beide Gegenstände gab er Skirnir, als der für ihn auf Brautschau ging.

SageBearbeiten

Als Freyr von Odins Sitz Hlidskialf aus in Jötunheim die schöne Riesin Gerda entdeckte, verliebte er sich in sie und litt sehr unter Liebeskummer. Darum ritt Skirnir auf Freyrs Pferd nach Riesenheim, überwand die Waberlohe und kam bei der Riesentochter an, wo er zunächst Gymirs Hunde und den Hirten (ein Bruder Gerdas?) passierte.

Dann bot Skirnir der Gerda kostbare Brautgeschenke an: elf Äpfel der Idun und den Ring des Odin, doch sie lehnte ab. Auch die Drohung, sie und ihren Vater mit dem Zauberschwert zu erschlagen, stimmte Gerda nicht um. Erst, als Skirnir drohte, sie mit Runenzauber zu verfluchen, so dass sie hässlich würde und den Riesen Hrimgrimnir heiraten müsste, gab sie die Abwehr auf und willigte ein, Freyr neun Nächte später im Barri, einem "Hag der Heimlichkeit", zu treffen.

Als Lohn für seine Arbeit durfte Skirnir das Pferd und das Schwert behalten, doch besonders das Schwert wird Freyr zu Ragnarök vermissen, wenn ihn der Feuerriese Surtr töten wird. Doch vorher wird Freyr den Riesen Beli , einen Bruder von Gerd, mit einem Hirschgeweih erschlagen, eine Geschichte, die nicht weiter bekannt ist.

Darstellung und AttributeBearbeiten

Die Rune Inguz ist traditionell dem Freyr zugeordnet.

Seine Statue in seinem Tempel im schwedischen Uppsala war für ihren gewaltigen Penis berühmt. Diese Ausstattung ließ ihn die Römer mit dem Priapos gleichsetzen. Außerdem lässt es darauf schließen, dass er, wie Carnun und Pan ein Gott der Extase war.

Sein fliegendes Schiff Skidbladnir, das immer günstigen Wind haben soll, wird als die Wolken gedeutet, sein selbst kämpfendes Schwert als Strahl der Sonne.

Im Gylfaginning heißt es, Freyr wäre der trefflichste (beste) unter den Wanen. Er herrschtz über Regen und Sonnenschein, das Wachstum der Erde, konrolliert die natürlichen Vorgänge auf dem Land und vermag den Menschen Wohlstand zu gewähren. Man soll ihn für Fruchtbarkeit und Frieden anrufen oder um sich aus physischen oder psychischen Fesseln zu befreien. Er verkörpert die Kraft des kosmischen Feuers, der Lebensenergie, welche unkontrolliert in den Wahnsinn treiben kann.

Seine Krafttiere sind Eber, Hirsch und Pferd. Zum Julfest wurden durch Handauflegen auf die Borsten des heiligen Herdenebers, der als Opfer bestimmt war, bei einigen Stämmen Gelübde geschworen.

Seine Frau ist die Göttin Gerda, Tochter des Riesen Gymir. Naturmythologisch stellt Gerda die unter Schnee und Eis begrabene Pflanzenwelt dar. Neben ihr dürfte Freyr allerdings auch unzähliche unerwähnt gebliebene Liebschaften gehabt haben, denen er als Gott der Fruchtbarkeit und Ekstase "verpflichtet" war. UIhm wohnte eine hohe, teils recht archaische sexuelle Kraft inne.

In Schweden wird Freyr besonders verehrt, mehrere Ortsnamen in Ostschweden verewisen auf einen Freyrskult, insbesondere das Frosblot (Freyrsopfer). Das Reichskleinod der schwedischen Könige hieß Sviagriss (Schwedenferkel) und war ein besonderer Ring. Bei den Opferfeiern der norwegischen Jarle von Hladir wurde der erste Trunk dem Odin, die folgenden Njördr und Freyr geweiht. Freysgodi ("Priester des Freyr" und/oder der Freya) hießen die ihm verbundenen Goden.

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