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Alberich
Schreibweise: Elberich
Übersetzung: Elfenkönig
Zugehörigkeit: Alfen
Erwähnung: Nibelungenlied

Alberich ist der König der Unterwelt, der Elbenkönig und ein zaubernder Zwerg in der germanischen Mythologie. Als Waffe führt er eine Geißel.

"eine geisel swaere von golde an sîner hant,

siben knöpfe swaere hiengen vor daran,
dâ mit er umb die hende den schilt dem küenen man
sluoc sô bitterlichen."

   —Nibelungenlied, nach Grimm

BeschreibungBearbeiten

Sage von Ornit In der Sage um König Ortnit ist Alberich dessen Vater, der dem Helden trotz seiner fünfhundert Jahre Lebensalter wie ein Kind erscheint. Ortnit kann ihn nur dank eines Zauberringes sehen und Alberich begleitet diesen auf dessen Fahrt zu König Machorell. Der Ring ermöglichte es Ortnit, Alberich immer dann herbeizurufen, wenn er ihn drehte. Von Alberich erhält Ortnit auch das von Zwergen geschmiedete Schwert Rosen, das nach dessen Tod Wolfdietrich erhält.

NibelungenliedBearbeiten

Im Nibelungenlied ist Alberich der König der Nibelungen, der den Nibelungenhort hütet. Nachdem Siegfried den Schatz gewonnen hatte, wird Alberich sein Vasall, doch vorher muss er sich erst beweisen, indem er zuerst mit einem Riesen und dann mit Alberich selbst ringt. Nach Siegfrieds Tod übergibt Alberich den Hort an Gernot und Geiselher, die als Gesandte Kriemhilds den Schatz nach Worms holen. Alberich sagt ihnen, Siegfried habe wegen dieses Schatzes den Tod erlitten:

"Nun ist es Siegfrieden leider schlimm bekommen,

dass die Tarnkappe der Held uns hat genommen."

   —Nibelungenlied, nach Simrock

Richard Wagner verwendete die Figur des Alberich in seiner Nibelungen-Trilogie als tyrannischen Zwergenkönig aus dem Geschlecht der Nibelungen.

Stammsage der MerowingerBearbeiten

In der Stammsage der Merowinger verschaffte Alberich seinem Sohn Walbert die Hand der Prinzessin Konstantinopels. Durch diese aus dem 14. Jahrhundert stammende Sage von Huon de Bordeaux wird Alberich als Auberon, schließlich als Oberon in den Artusstoffkreis aufgenommen, wo er als Elfenkönig große Verbreitung erlangt.

WeitereBearbeiten

Alberich schmiedete das Schwert Eckesachs, das Dietrich von Bern führte, der es dem Ecke abgenommen hatte.

ErscheinungsbildBearbeiten

Alberich soll die Gestalt eines dreijährigen Kindes haben, was auf den Fluch einer bösen Fee während seiner Taufe zurückzufrühren sein soll.

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